Perspektiven des Zukunftsbildes

Mit dem am 25.10.2014 durch Erzbischof Becker vorgestellten „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“ liegt eine verbindliche Leitlinie für Schwerpunktsetzungen und Ressourcenzuweisungen in den kommenden Jahren vor. Das Zukunftsbild beschreibt das künftige Leben und Wirken des Erzbistums Paderborn unter dem Blickwinkel einer lernenden Organisation, die durch Experimente, Modelle und Projekte weiterentwickelt wird. Die Umsetzung von Ideen für neue pastorale Wege in den Pastoralen Räumen und Einrichtungen des Erzbistums erfordert eine neue Priorisierung auch des Finanzmitteleinsatzes.

Selbstverständlich werden die Feier des Glaubens und die Seelsorge im Erzbistum und insbesondere in den Kirchengemeinden auch künftig im Mittelpunkt stehen. Mit der Veränderung von Gesellschaft verändert sich indes auch Kirche. So wird es eine Pluralisierung der Orte und Gelegenheiten des kirchlichen Lebens auch über die Kirchengemeinden hinaus geben.

Bis zum Diözesanen Forum Ende September 2017 werden deshalb Ideen zur pastoralen Entwicklung auf der Basis des Zukunftsbildes weiterentwickelt. Hierbei stehen die vier im Zukunftsbild formulierten Handlungsfelder im Vordergrund:

  • Evangelisierung – lernen, aus der Taufberufung zu leben
  • Pastorale Orte und Gelegenheiten – missionarisch Kirche sein
  • Ehrenamt – Engagement aus Berufung
  • Caritas und Weltverantwortung – diakonisch handeln.

In diesem Zusammenhang wird auch geprüft werden, welchen personellen und finanziellen Einsatz diese vier Handlungsfelder auf diözesaner und lokaler Ebene fordern. Parallel dazu haben zahlreiche Maßnahmen und Aktivitäten bereits begonnen, die in Zukunft wichtige Bestandteile der Bistumsentwicklung sein werden. So wird für die Realisierung des Zukunftsbildes und der diesem zugeordneten pastoralen und administrativen Teilprojekte bereits mit einem zweistelligen Millionenbetrag geplant, um den „Prozess Zukunftsbild“ in der Breite zu verwirklichen.

Die Umsetzung von Ideen wird eine neue Priorisierung des Mitteleinsatzes erfordern.

Hinzu kommen konkrete Umsetzungsmaßnahmen im Rahmen diözesaner Projekte oder Sonderförderungen. So wurden für den mit 6 Mio. Euro dotierten Fonds „Innovative pastorale Projekte“ bereits mehr als 170 Projektanträge eingereicht. Die Mittel des Flüchtlingsfonds mit 1 Mio. Euro sind fast vollständig abgerufen. Der Fonds wurde bereits um 2 Mio. Euro aufgestockt. Weitere Beispiele sind die Energieoffensive für Kirchengemeinden, eine Internetplattform für die Jugendarbeit sowie zusätzliche Mittel, um die Zahl der Gebäude in den Kirchengemeinden an die veränderten pastoralen Bedingungen anzupassen.

Die Kirche ist zukunftsfähig. Das Erzbistum Paderborn hat die Mittel, diesen Prozess zu gestalten und auch künftig eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen.